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Wir verfügen über eine starke finanzielle Basis und beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Diese ertragsorientierte Dividendenpolitik wollen wir auch in Zukunft fortsetzen und jährlich eine Dividende in Höhe von 80 bis 90 Prozent bezogen auf den bereinigten Konzernüberschuss ausschütten. Gleichzeitig halten wir am Zielkorridor von 1,5 bis 2,5 für den Verschuldungsgrad fest. Diese Kennzahl setzt die Netto-Finanzverschuldung in Relation zum bereinigten EBITDA der letzten zwölf Monate (LTM recurring EBITDA) und ist eine zentrale Steuerungsgröße unserer konzernweiten Finanzplanung.

Die Aktionäre der ProSiebenSat.1 Media SE beschlossen auf der Hauptversammlung am 30. Juni 2016 die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 1,80 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,60 Euro). Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 386,2 Mio Euro sowie einer Ausschüttungsquote von 82,6 Prozent bezogen auf den bereinigten Jahresüberschuss des Konzerns und liegt damit im Rahmen unserer kommunizierten Dividendenpolitik.

Dividendenstichtag ist der Tag der Hauptversammlung (Record Date). Dividendenberechtigt sind somit alle Stammaktionäre, die an diesem Tag ProSiebenSat.1-Aktien halten. Die Dividende wird ab dem ersten Werktag nach der Hauptversammlung ausgezahlt.

Dividende für das Geschäftsjahr 2015 – Zeitplan

25.02.2016

Dividendenvorschlag (Bilanzpressekonferenz)

30.06.2016

Record Date

30.06.2016

Dividendenbeschluss (Hauptversammlung)

01.07.2016

Dividendenzahlung

01.07.2016

Notierung ex. Dividende

5-Jahres-Übersicht zur Dividende

In Euro

2015

2014

2013

2012

2011

IFRS

IFRS

IFRS

IFRS

IFRS

Anzahl Aktien in Mio.1

218,8

218,8

218,8

218,8

218,8

Bereinigtes Ergebnis je Aktie 2

2,19

1,96

1,60

1,97

3,23

Dividende je dividendenberechtigter Stammaktie

1,80

1,60

1,47

5,63

1,15

Dividende je dividendenberechtigter Vorzugsaktie

./.

./.

./.

5,65

1,17

Ausschüttung in Mio3

386,2

341,9

313,4

1.201,4

245,7

Auschüttungsquote

82,6

81,6%

82,5%

289,0%

79,4%4

Ex Dividenden Datum

01.07.2016

22.05.2015

27.06.2014

24.07.2013

16.05.2012

1 Einheitliche Aktiengattung seit dem 16. August 2013 (Umwandlung der nicht stimmberechtigten Inhaber-Vorzugsaktien in stimmberechtigte Namens-Stammaktien).

2 Für die Geschäftsjahre 2009 bis 2012 wird das unverwässerte Ergebnis je Inhaber-Vorzugsaktie dargestellt. Nach Zusammenlegung der Aktiengattungen im August 2013 wird das unverwässerte Ergebnis je Namens-Stammaktie ausgewiesen. Basis der Ermittlung ist der bereinigte Konzernüberschuss (underlying net income).

3 Die ProSiebenSat.1 Media SE hielt zum Zeitpunkt der Hauptversammlung eigene Vorzugsaktien. Von der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar gehaltene eigene Aktien sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt.

4 Bezogen auf den bereinigten Jahresüberschuss der Gruppe aus fortgeführten Aktivitäten nach Drittanteilen.

Informationen zur Besteuerung der Dividende 2015

Stammaktien (ISIN DE000PSM7770): Die Dividende je Stammaktie beträgt EUR 1,80. Diese unterliegt grundsätzlich dem Kapitalertragsteuereinbehalt in Höhe von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % hierauf, d. h. insgesamt 26,375 % (zzgl. ggf. Kirchensteuer). Bei weiteren Fragen zur Dividendenbesteuerung wenden Sie sich bitte an Ihren steuerlichen Berater.

Zusätzliche Informationen für natürliche Personen:

Die nachfolgenden Ausführungen stellen keine steuerliche Beratung dar, sondern beschreiben lediglich bestimmte allgemeine deutsche Besteuerungsgrundsätze, die im Zusammenhang mit der Ausschüttung bedeutsam werden können. Aktionäre sollten sich zur Beurteilung der steuerlichen Behandlung der Dividendenausschüttung an ihren steuerlichen Berater wenden.

Die nachfolgenden Absätze gelten ausschließlich für Aktionäre, die natürliche Personen sind und ihre Aktien im Privatvermögen halten. Ob solche Aktionäre Steuerinländer für Zwecke der Darstellung sind, beurteilt sich danach, ob sie in Deutschland – z.B. aufgrund ihres Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthaltes – unbeschränkt steuerpflichtig sind.

Steuerinländer
Die Dividenden sind grundsätzlich den Regeln der sog. Abgeltungsteuer unterworfen. Danach werden von der Dividende pauschal 25 % Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % hierauf, insgesamt also 26,375 % (ggf. zzgl. Kirchensteuer), einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Ein Steuerabzug unterbleibt jedoch unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. soweit die Aktionäre ihrer Depotbank eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorgelegt oder einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilt haben und das darin angeführte Freistellungsvolumen nicht durch andere Erträge aus Kapitalvermögen bereits aufgebraucht ist.

Der Steuerabzug erfolgt unabhängig vom persönlichen Steuersatz und hat grundsätzlich Abgeltungswirkung, d.h. er führt grundsätzlich ohne weitere Veranlagung zu einer definitiven Besteuerung. Allerdings gibt es hiervon Ausnahmen. So kann die Dividende z.B. auf Antrag zusammen mit allen übrigen Kapitalerträgen des Aktionärs in die Einkommensteuerveranlagung einbezogen werden, wenn dies zu einer niedrigeren individuellen Einkommensteuer führt (z.B. aufgrund eines niedrigeren individuellen Steuersatzes, eines nicht ausgeschöpften Sparer-Pauschbetrags oder zu berücksichtigender Verluste); ein Abzug der tatsächlich entstandenen Werbungskosten ist allerdings im Anwendungsbereich der Abgeltungsteuer generell nicht möglich.

Steuerausländer
Steuerausländer sind hinsichtlich der Dividende in Deutschland beschränkt steuerpflichtig, d.h. auch für sie gelten grundsätzlich die Regeln der sog. Abgeltungsteuer. Dies bedeutet insbesondere, dass von der Dividende pauschal 25 % Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % hierauf, insgesamt also 26,375 %, einbehalten werden.

Dividendenzahlungen an ausländische Aktionäre können einer ermäßigten Kapitalertragsteuer unterliegen, wenn dies in einem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und dem Land der steuerlichen Ansässigkeit des Aktionärs bestimmt ist. Die Ermäßigung wird dadurch gewährt, dass der Differenzbetrag zwischen der einbehaltenen Kapitalertragsteuer und der Steuerschuld, die sich aus dem Steuersatz des jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommens ergibt, erstattet wird. Ein entsprechender Erstattungsantrag ist unter Beachtung von Formalien und Fristen beim Bundeszentralamt für Steuern (An der Küppe 1 in D-53225 Bonn oder http://www.bzst.bund.de) zu stellen.

Ob und in welchem Umfang Steuerausländer die Dividenden im Land ihrer steuerlichen Ansässigkeit versteuern müssen, bestimmt sich nach dem Steuerrecht des betreffenden Landes.