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Wir verfügen über eine starke finanzielle Basis und beteiligen unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg. Diese ertragsorientierte Dividendenpolitik wollen wir auch in Zukunft fortsetzen und jährlich eine Dividende in Höhe von 80 bis 90 Prozent bezogen auf den bereinigten Konzernüberschuss ausschütten. Gleichzeitig halten wir am Zielkorridor von 1,5 bis 2,5 für den Verschuldungsgrad fest. Diese Kennzahl setzt die Netto-Finanzverschuldung in Relation zum bereinigten EBITDA der letzten zwölf Monate (LTM adjusted EBITDA) und ist eine zentrale Steuerungsgröße unserer konzernweiten Finanzplanung.

Die Aktionäre haben die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,93 Euro je dividendenberechtigter Aktie für das Geschäftsjahr 2017 beschlossen (Vorjahr: 1,90 Euro). Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 442 Mio Euro oder einer Ausschüttungsquote von 80,3 Prozent (Vorjahr: 84,7%) bezogen auf den bereinigten Konzernüberschuss. (Kalkulation auf Grundlage von 228,9 Mio dividendenberechtigter Aktien; 4,1 Mio eigene Aktien sind nicht dividendenberechtigt). 

 

Dividendenstichtag ist der Tag der Hauptversammlung. Dividendenberechtigt sind somit alle Stammaktionäre, die an diesem Tag ProSiebenSat.1-Aktien halten. 

Dividende für das Geschäftsjahr 2017 – Zeitplan

22.02.2018

Dividendenvorschlag (Bilanzpressekonferenz)

16.05.2018

Dividendenbeschluss (Hauptversammlung)

17.05.2018

Notierung ex. Dividende

22.05.2018

Dividendenzahlung

5-Jahres-Übersicht zur Dividende

In Euro

2017

2016

2015

2014

2013

IFRS

IFRS

IFRS

IFRS

IFRS

Anzahl Aktien in Mio.1

233,0

233,0

218,8

218,8

218,8

Bereinigtes Ergebnis je Aktie

2,40

2,472

2,19

1,96

1,60

Dividende je dividendenberechtigter Stammaktie

1,93

1,90

1,80

1,60

1,47

Ausschüttung in Mio3

442

435

386

342

313

Auschüttungsquote

80,3%

84,7%

82,6%

81,6%

82,5%

Ex Dividenden Datum

17.05.2018

15.05.2017

01.07.2016

22.05.2015

27.06.2014

1 Das Grundkapital der ProSiebenSat.1 Media SE beträgt 233.000.000,00 Euro inkl. eigener Aktien; es hat sich aufgrund einer Kapitalerhöhung mit Wirkung zum 7. November 2016 von 218.797.200,00 Euro auf nominal 233.000.000,00 Euro erhöht. Dabei hat ProSiebenSat.1 das genehmigte Kapital der Gesellschaft teilweise ausgenutzt und 14.202.800 neue, auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben. Bereits am 16. August 2013 wurden die damals bestehenden 109.398.600 Inhaber-Vorzugsaktien in auf den Namen lautenden Stammaktien umgewandelt, sodass das damalige Grundkapital von 218.797.200,00 Euro in 218.797.200 auf den Namen lautende Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie bestand. Heute sind sämtliche (233.000.000) Namens-Stammaktien der Gesellschaft handelbar, d.h. sowohl die ehemals nicht börsennotierten Namens-Stammaktien als auch die aus der Umwandlung der Inhaber-Vorzugsaktien hervorgegangenen Namens-Stammaktien. Bis zum 16. August 2013 waren nur die bisherigen Inhaber-Vorzugsaktien der Gesellschaft börsennotiert.

2 Angepasst an die mit Beginn des Geschäftsjahres 2017 vorgenommene Verfeinerung der internen Steuerungssystematik sogenannter Non-IFRS-Kennzahlen. Detaillierte Informationen enthält der Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 73 und 74.

 Die ProSiebenSat.1 Media SE hielt zum Zeitpunkt der Hauptversammlung eigene Vorzugsaktien. Von der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar gehaltene eigene Aktien sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt.

Informationen für natürliche Personen zur Besteuerung der Dividende 2017

Stammaktien (ISIN DE000PSM7770): Die Dividende je Stammaktie beträgt EUR 1,93. Es erfolgt keine Auszahlung aus dem steuerlichen Einlagekonto. Daher unterliegt der vollständige Dividendenbetrag grundsätzlich einem Kapitalertragsteuereinbehalt in Höhe von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % hierauf, d.h. insgesamt 26,375 % (ggf. zzgl. Kirchensteuer). Bei weiteren Fragen zur Dividendenbesteuerung wenden Sie sich bitte an Ihren steuerlichen Berater.

Zusätzliche Informationen für natürliche Personen:

Die nachfolgenden Ausführungen stellen keine steuerliche Beratung dar, sondern beschreiben lediglich bestimmte allgemeine deutsche Besteuerungsgrundsätze, die im Zusammenhang mit der Ausschüttung bedeutsam werden können. Aktionäre sollten sich zur Beurteilung der steuerlichen Behandlung der Dividendenausschüttung an ihren steuerlichen Berater wenden.
Die nachfolgenden Absätze gelten ausschließlich für Aktionäre, die natürliche Personen sind und ihre Aktien im Privatvermögen halten. Ob solche Aktionäre Steuerinländer für Zwecke der Darstellung sind, beurteilt sich danach, ob sie in Deutschland – zum Beispiel aufgrund ihres Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthaltes – unbeschränkt steuerpflichtig sind.

Steuerinländer
Die Dividenden sind grundsätzlich den Regeln der sog. Abgeltungsteuer unterworfen. Danach werden von der Dividende pauschal 25 % Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 % hierauf, insgesamt also 26,375 % (ggf. zzgl. Kirchensteuer), einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Ein Steuerabzug unterbleibt jedoch unter bestimmten Voraussetzungen, z. B. soweit die Aktionäre ihrer Depotbank eine
Nichtveranlagungsbescheinigung vorgelegt oder einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilt haben und das darin angeführte Freistellungsvolumen nicht durch andere Erträge aus Kapitalvermögen bereits aufgebraucht ist.
Der Steuerabzug erfolgt unabhängig vom persönlichen Steuersatz und hat grundsätzlich Abgeltungswirkung, d.h. er führt grundsätzlich ohne weitere Veranlagung zu einer definitiven Besteuerung. Allerdings gibt es hiervon Ausnahmen. So kann die Dividende z.B. auf Antrag zusammen mit allen übrigen Kapitalerträgen des Aktionärs in die Einkommensteuerveranlagung einbezogen werden, wenn dies zu einer niedrigeren individuellen Einkommensteuer führt ( z.B. aufgrund eines niedrigeren individuellen Steuersatzes, eines nicht ausgeschöpften SparerPauschbetrags oder zu berücksichtigender Verluste); ein Abzug der tatsächlich entstandenen Werbungskosten ist allerdings im Anwendungsbereich der Abgeltungsteuer generell nicht möglich. 

Die vorstehend beschriebenen Grundsätze finden keine Anwendung, soweit für die Ausschüttung Beträge aus dem steuerlichen Einlagekonto als verwendet gelten: Ausschüttungen aus dem Einlagekonto sind grundsätzlich steuerfrei (jeden­falls wenn der anteilige Betrag aus dem steuerlichen Einlagekonto unter den jeweiligen Anschaffungskosten der Aktie liegt) und werden ohne Abzug von Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer ausgezahlt. Allerdings geht die Finanzverwaltung davon aus, dass der Auskehrungsbetrag insoweit grundsätzlich die Anschaffungskosten der Anteile mindert. Wegen Einzelheiten sollten sich Aktionäre an ihren steuerlichen
Berater wenden.
Die Gesellschaft geht auf Grundlage des Dividendenvorschlags von EUR 1,93 je dividendenberechtigter Stückaktie davon aus, dass hiervon keine Zahlung aus dem steuerlichen Einlagekonto erfolgen wird.  

Steuerausländer
Steuerausländer sind hinsichtlich der Dividende in Deutschland beschränkt steuerpflichtig, d.h. auch für sie gelten grundsätzlich die Regeln der sog. Abgeltungsteuer. Dies bedeutet insbesondere, dass von der Dividende pauschal 25% Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5% hierauf, insgesamt also 26,375%, einbehalten werden, soweit keine Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto erfolgt (vgl. oben im Abschnitt „Dividende“).
Dividendenzahlungen an ausländische Aktionäre können einer ermäßigten Kapitalertragsteuer unterliegen, wenn dies in einem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und dem Land der steuerlichen Ansässigkeit des Aktionärs bestimmt ist. Die Ermäßigung wird dadurch gewährt, dass der Differenzbetrag zwischen der einbehaltenen Kapitalertrag­­­steuer und der Steuerschuld, die sich aus dem Steuersatz des jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommens ergibt, erstattet wird. Ein entsprechender Erstattungsantrag ist unter
Beachtung von Formalien und Fristen beim Bundeszentralamt für Steuern (An der Küppe 1 in D-53225 Bonn oder http://www.bzst.bund.de) zu stellen.
Ob und in welchem Umfang Steuerausländer die Dividenden im Land ihrer steuerlichen Ansässigkeit versteuern müssen, bestimmt sich nach dem Steuerrecht des betreffenden Landes.